Schwungtechnik
Geschrieben von: Holger Ott Sonntag, den 23. Januar 2011 um 10:57 Uhr
Die Grifftechnik ist für alle Schwungübungen freigestellt. Der Ristgriff eignet sich am besten für alle Schwungübungen, um die optimale Höhe zu erreichen. Beim 2. Teil der Flanke und der Rückwärtsschere kann auch der Zwiegriff zweckmäßig sein.
Grundvorrausetzung für alle Schwungübungen vor- oder rücklings ist eine korrekte Schwungtechnik.
1. Schwungtechnik vorlings
- Im aufrechten Vorwärtssitz mit beiden Beinen mit einer Ausholbewegung nach vorne über den flüchtigen Grätschwinkelsitz Schwung holen (ca. 90°-Winkel zwischen Beinen und Oberkörper). Sofort die gestreckten Beine mit größter Beschleunigung nach hinten aufwärts schwingen.
- Während des schnellkräftigen Rückschwungs der Beine nach hinten oben den geraden Oberkörper nach vorne beugen und das Gewicht auf die gebeugten Arme verlagern.
- Wenn die Beine an der Seite des Pferdes vorbeischwingen, Ganzkörperspannung aufbauen und Hüfte strecken.
- Im weiteren Verlauf des Aufwärtsschwungs beide Arme bis zum Erreichen der maximalen Höhe durchstrecken (flüchtiger Handstütz, nahe der Senkrechten).
- Der Schultergürtel kommt dabei über den Gurt bzw. über die stützenden Hände.
2. Schwungtechnik rücklings
Aus dem aufrechten Rückwärtssitz auf die Griffe stützen und beide Beine nach unten strecken, mit dem Gesäß vom Pferd abheben und die Hüfte strecken, um eine Bogenspannung zu erreichen: Der Körper des Voltigierers ist von Kopf bis Fuß gespannt und bildet einen leichten Bogen.Anschließend sofort die Hüfte beugen und mit größter Beschleunigung beide Beine gestreckt nach hinten oben in Richtung Kruppe schwingen.Während des schnellkräftigen Aufwärtsschwungs des Körpers und der Beine das Gewicht auf die gebeugten Arme verlagern.Das Gesäß hebt möglichst hoch über den Pferderücken ab, während die Arme bis zum Erreichen der maximalen Höhe durchgestreckt werden und der Rücken des Voltigierers sich waagerecht über dem Pferderücken befindet.




